Die sieben transformierenden Kräfte von Biodanza

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Was macht Biodanza® jenseits von Musik, Bewegung und schönen Momenten im Tanzraum eigentlich wirksam? Das Ganze ist kein Zufall. Dahinter steckt ein durchdachtes Modell: Die sieben transformierenden Kräfte von Biodanza.

Ich möchte dir diese Kräfte vorstellen, damit du Biodanza besser verstehen kannst. Grundlage für diesen Artikel sind die Ausarbeitungen von Rolando Toro Araneda. Ich gebe seine Gedanken hier in einfacher, gut verständlicher und gekürzter Form weiter. Die Darstellung ist also nicht vollständig, aber sie reicht aus, um dir die sieben Kräfte vorzustellen und dir einen Eindruck zu geben, wie Biodanza aufgebaut ist.

Warum ist es überhaupt wichtig, diese sieben Kräfte zu kennen?

Viele Menschen erleben Biodanza zunächst „nur“ als Tanzabend. Wenn du jedoch verstehst, welche Idee dahintersteht, verändert sich dein Blick: Du erlebst Biodanza nicht mehr nur als schönen Abend mit Musik und Bewegung, sondern als bewusst aufgebautes System, das auf sieben Kräften beruht und gezielt auf Körper, Gefühle, Beziehungen und Lebenssinn wirkt.

Wenn du diese Kräfte kennst, kannst du deine eigenen Erfahrungen besser einordnen und verstehen, warum bestimmte Momente im Biodanza so tief berühren und langfristig etwas in deinem Leben in Bewegung bringen. Biodanza ist kein Zufallsprodukt, sondern ein bewusst entwickeltes System, das unsere Entwicklung, Gesundheit und Beziehungsfähigkeit unterstützen soll. Die sieben Kräfte richten sich nicht nur auf einzelne Symptome, sondern auf uns als ganzen Menschen. Jede von ihnen hat ihre eigene Art, Veränderung anzustoßen und zusammen ergeben sie ein stimmiges Modell: ein Bündel von Einflüssen, die unsere gesunde Entwicklung fördern können.

1. Kraft der Musik

Die erste transformierende Kraft in Biodanza ist die Musik. Schon alte Geschichten wie die von Orpheus erzählen davon, dass Musik Natur und Menschen berühren und verändern kann. In vielen Kulturen, bei Schamanen, Mönchen oder Sufi-Tänzern, wurde Musik genutzt, um Heilung, Trance und ein Gefühl tiefer Verbundenheit zu ermöglichen. Heute bestätigt auch die Forschung in Musiktherapie und Psychologie: Musik kann unsere Wahrnehmung, unsere Gefühle, unsere Kreativität und sogar körperliche Prozesse beeinflussen.

Im 20. Jahrhundert haben verschiedene Forscherinnen und Forscher (unter anderem zu Themen wie „Mozart-Effekt“ oder Musiksemantik) gezeigt, dass bestimmte Klänge Denkprozesse anregen, Emotionen gezielt wecken und lebende Organismen messbar beeinflussen können. Vereinfacht gesagt:

Musik ist nicht nur Hintergrund, sondern ein aktiver Faktor, der in uns etwas in Bewegung bringt, innerlich wie äußerlich.

Im Biodanza wird Musik deshalb extrem sorgfältig ausgewählt. Sie soll die fünf Linien der Vivencia ansprechen und Qualitäten wie Fließen, Rhythmus, Harmonie und ein Gefühl von Einheit in sich tragen. Solche Musik wird im Modell von Rolando Toro „organische Musik“ genannt. Sie ist nicht zufällig, sondern nach ihrer emotionalen Bedeutung ausgesucht: Welche Stimmung ruft sie hervor? Welche Bewegung lädt sie ein? Wenn wir diese Musik tanzen, werden Gefühle wie Freude, Sehnsucht, Erotik oder Nostalgie nicht nur kurz gestreift, sondern als lebendige Erfahrung im Körper durchdrungen. Sie verwandeln sich in Vivencias, in bewusst erlebte Momente.

2. Kraft des integrativen Tanzes

Die zweite transformierende Kraft ist der integrative Tanz. Im Biodanza gibt es ein Repertoire von etwa 250 Übungen und Tänzen. Ziel ist es, menschliche Bewegung auf harmonische und integrierende Weise auszulösen. Dissoziative Bewegungen kommen im Biodanza nicht vor. Das heißt, es gibt keine Bewegungen, die vom restlichen Erleben wie vom Gefühl, Atem und innerer Präsenz abgetrennt sind. Die Übungen und Tänze sind so gestaltet, dass sie den Menschen zusammenführen – Körper, Gefühl, Wahrnehmung – und ihn nicht weiter „auseinanderziehen“ oder in ein rein mechanisches Funktionieren bringen.

Es gibt eine Gruppe von Übungen für die

  • sensomotorische Integration
    Übungen, die helfen, deine Wahrnehmung (zum Beispiel Boden unter den Füßen, Gleichgewicht, Berührung) mit einfachen, natürlichen Bewegungen zu verbinden, sodass du dich im eigenen Körper sicherer und wohler fühlst.
  • affektiv-motorische Integration
    Übungen, die helfen, deine Gefühle im Körper wahrzunehmen und sie zum Beispiel in einem Schritt, einer Geste oder einer Umarmung auszudrücken.
  • die kinästhetische Sensibilität
    Übungen, die helfen, das innere Spüren von Körperhaltung, Muskelspannung und Bewegung zu verfeinern, sodass du besser wahrnimmst, was in deinem Körper passiert.

Eine weitere Gruppe von Übungen besteht aus einfachen Tänzen, die die fünf Linien der Vivencia anregen: Vitalität, Sexualität, Kreativität, Affektivität und Transzendenz. Bei der Ausübung von Biodanza wird Musik in körperliche Bewegung verwandelt und verinnerlicht. Du trittst in den Augenblick des Erlebens, in die Vivencia, ein. Durch das Zusammenspiel von Musik, Bewegung und intensivem Erleben verändert sich die Aktivität in den Gehirnbereichen, die Gefühle und Körperreaktionen steuern. Dabei werden Botenstoffe ausgeschüttet, die unser Nervensystem beruhigen oder beleben und auch das Immunsystem positiv beeinflussen können. All diese Tänze wirken gemeinsam in der Vivencia und haben einen starken Einfluss auf unser Erleben. Gemeinsam verstärken sie sich gegenseitig: Sie unterstützen den Körper dabei, seine inneren Funktionen ins Gleichgewicht zu bringen (Homöostase), das für Gefühle und Anpassung wichtige limbisch-hypothalamische System zu regulieren und so die Lebensqualität im Sinne von innerer Fülle und Lebensfreude zu steigern.

3. Die Methodologie der Vivencia

In Biodanza ist alles so aufgebaut, dass besondere Erlebnisse entstehen, sogenannte Vivencias. Damit sind Momente gemeint, in denen wir uns ganz lebendig fühlen und wirklich im Hier und Jetzt sind.

Viele Menschen kennen heute das Gegenteil: Sie denken etwas, fühlen etwas anderes und handeln dann doch wieder anders, als sie innerlich spüren. Kopf, Gefühl und Handeln greifen nicht richtig ineinander. Biodanza möchte genau hier ansetzen und helfen, diese innere Spaltung nach und nach zu lösen.

Eine Vivencia ist mehr als nur eine kurze Emotion. Eine Emotion ist meist eine schnelle Reaktion auf etwas Äußeres und klingt wieder ab, wenn der Auslöser vorbei ist. Eine Vivencia ist ein tiefes Erleben, das den ganzen Menschen einbezieht: Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Identität. Sie kann euphorisch, zärtlich, friedlich, sinnlich oder ganz still sein, aber immer sehr lebendig und echt. Solche Erlebnisse können lange nachwirken und das Gefühl stärken:

„Ich bin wirklich da. Ich bin ganz ich selbst.“

Biodanza geht davon aus, dass sich nur über den Verstand tief sitzende innere Spannungen und Konflikte meist nicht lösen lassen. Zu wissen, warum es mir so geht, ist hilfreich, aber es verändert noch nicht automatisch mein Leben. Entscheidend ist das konkrete Erleben: meinen Körper zu spüren, meine Gefühle zuzulassen, mich in Beziehung zu anderen zu erfahren.

Genau hier setzt die Methodologie der Vivencia an: Sie beschreibt, wie eine Vivencia im Kurs aufgebaut und begleitet wird, damit Integration entstehen kann, also ein besseres Zusammenspiel der verschiedenen Teile in uns. Biodanza versteht sich deshalb als System, das hilft, unsere menschlichen Potentiale zu verbinden und in ein harmonischeres, lebendigeres Ganzes zu bringen.

4. Die Kraft der Zärtlichkeit

Die vierte transformierende Kraft ist die Kraft der Zärtlichkeit. Rolando Toro beschreibt Biodanza als „Poesie der menschlichen Begegnung“. Er geht davon aus, dass die Beziehung zu anderen Menschen für jeden Heilungs- und Wachstumsprozess wesentlich ist. Es ist der lebendige Kontakt mit anderen, der Entwicklung ermöglicht. Dabei reicht sprachlicher Austausch allein nicht aus. In Biodanza sind Berührung, Tänze zu zweit oder in der Gruppe und der ganze körperliche Ausdruck wichtig.

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zu Pädagogik und zur therapeutischen Wirkung von Zärtlichkeit und Berührung. Entscheidend ist dabei: Berührung allein genügt nicht, es braucht eine echte Beziehung dahinter. Jede Form körperlicher Verbindung wird in diesem Verständnis von einer wahrhaft affektiven (gefühlsgetragenen) Kraft genährt.

Zärtlichkeit ist also nicht einfach „Berührung ohne Beziehung“. Therapeutische Arbeit, die ganz ohne körperlichen Ausdruck bleibt, bezeichnet Toro als dissoziativ, weil sie nur auf der Ebene des Bewusstseins stattfindet und nicht in kraftvollen Vivencias von Liebe und Verbundenheit. Affektivität, also echte Gefühlsbeziehung, ist für ihn der Kern aller Therapien.

Affektivität ist unsere Fähigkeit zu fühlen und uns gefühlsmäßig auf andere zu beziehen.

Sie meint nicht nur einzelne Gefühle (wie Freude, Angst, Traurigkeit), sondern die ganze emotionale Bandbreite, mit der wir in Beziehung gehen: Zuneigung, Verbundenheit, Empathie, Mitgefühl, Liebe, auch Verletzlichkeit.

5. Die Kraft der Trance

In Biodanza wird Trance als ein veränderter Bewusstseinszustand verstanden. In diesem Zustand tritt das Ego, also das gewohnte „Ich, das alles kontrollieren will“, in den Hintergrund. Gleichzeitig kommt es zu einer Rückbewegung zu etwas sehr Ursprünglichem, gewissermaßen zu frühen Stadien unseres Daseins. Es geht darum, einen Zustand zu erleben, in dem wir wieder mit dem ganz ursprünglichen Teil in uns verbunden sind. Dort, wo unsere tiefsten Bedürfnisse nach Schutz, Nähe und Berührung liegen.

In Biodanza wird Trance als eine Art innere Erneuerung beschrieben. In diesem Zustand kann der Körper zur Ruhe kommen und sich zugleich neu beleben: Das Körpergefühl wird wacher und ganz grundlegende Bedürfnisse nach Schutz, Nähe, Berührung und Versorgung werden wieder deutlicher spürbar.

Die Trance-Übungen in Biodanza sollen so ein „Noch-einmal-geboren-werden“ (Reparentalisierung) in einem Umfeld von Liebe und Fürsorge ermöglichen. Viele Erwachsene tragen in sich ein verletztes inneres Kind, ein innerlich verlassenes Kind ohne ausreichende Liebe. Die Reparentalisierung zielt auf Heilung genau dieser Schichten und findet in Zeremonien der Trance und des Wiedergeborenwerdens statt.

Zu den besonderen Methoden von Biodanza gehört die „Trance der Schwebe“. Damit ist eine Art Trance gemeint, in die man nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt durch ein sanftes inneres Loslassen hineingleitet.

6. Die Kraft erweiterten Bewusstseins

Mit erweitertem Bewusstsein ist ein Zustand gemeint, in dem unsere Wahrnehmung feiner und weiter wird. Typisch dafür ist ein intensives Gefühl von Verbundenheit mit dem Leben, der Natur, dem „Universum“ und eine tiefe, fast feierliche Freude.

Biodanza kann solche Zustände durch Musik, Tänze und Begegnungsrituale anstoßen. Dafür braucht es eine gewisse Vorbereitung und innere Reife: Man wächst schrittweise in diese Erfahrungen hinein.

Andere suchen eine Bewusstseinserweiterung mit Drogen oder „magischen Pflanzen“. Biodanza geht bewusst einen anderen Weg: Es werden keine Drogen eingesetzt. Stattdessen wird versucht, die natürlichen Botenstoffe (Neurotransmitter) im Körper zu aktivieren, die ähnliche Wirkungen haben können. Wenn jemand eine „höchste Erfahrung“ macht, kann das zu einem neuen Erleben von Lebenssinn, Erhabenheit und stärkerer Verbundenheit führen. Biodanza kann Zustände von Fülle und manchmal Ekstase durch Übungen zur Affektivität (Gefühlsbeziehung) und Transzendenz auslösen. Solche Erfahrungen können die eigene Sicht auf das Leben und die Art, in der Welt zu sein, dauerhaft verändern.

Ekstase – verbunden mit der Außenwelt

Mit Ekstase ist ein Zustand gemeint, in dem wir uns tief mit der Außenwelt und mit anderen Menschen verbunden fühlen. Er kann so weit gehen, dass jemand vor Schönheit gerührt ist und weinen muss, sich weniger an die körperlichen Grenzen gebunden erlebt und eine sehr intensive Freude spürt. Ekstase kann auch entstehen, wenn man sich innerlich ganz mit dem „Seinskern“ eines anderen Menschen mit starken Gefühlen von Liebe und Brüderlichkeit verbunden fühlt. Ein besonderer Ausdruck davon ist der Zustand kinästhetischer Freude: wenn sich jemand ganz hingibt, „sich selbst“ zu sein und sich beim langsamen, sensiblen Tanzen mit geschlossenen Augen fast wie ein Medium der Musik erlebt.

Intase – verbunden mit sich selbst

Intase beschreibt einen Zustand, in dem sich das Bewusstsein nach innen erweitert. Es kann sich anfühlen, als wäre man zum ersten Mal wirklich lebendig und ganz bei sich, mit einem starken Erleben der eigenen Möglichkeiten des Seins. Dieser Zustand ist begleitet von einem Gefühl von Schönheit, Fülle und dem Empfinden, Teil eines lebendigen Ganzen zu sein, verbunden mit einem Hauch von „Ewigkeit“. Körperlich kann sich das als Pulsieren, Schauer oder Gänsehaut zeigen.

7. Die Kraft der Gruppe

Die Biodanza-Gruppe wird als ein Feld verstanden, in dem Menschen sich auf emotionaler Ebene (affektiv) miteinander verbinden und in intensiver Wechselwirkung stehen. In diesem gemeinsamen Erleben liegt ein wesentlicher Teil der Wirkung von Biodanza.

Biodanza ist weder ein Weg, den man isoliert nur für sich allein geht, noch eine Methode, die vor allem über Worte funktioniert. Seine Kraft liegt darin, dass die Teilnehmenden in der Vivencia gegenseitig Erleben in einander auslösen. Die besonderen Situationen der Begegnung haben das Potenzial, Haltungen und Formen menschlicher Beziehungen tiefgreifend zu verändern. Die Art, wie in Biodanza eine Gruppe zusammenwächst und integriert wird, unterscheidet sich dabei deutlich von herkömmlicher Gruppendynamik.

Einladung

Jetzt bin ich neugierig auf dich: Welche der sieben Kräfte spricht dich am meisten an und warum? Hast du vielleicht schon etwas davon im eigenen Erleben wiedererkannt, im Tanz oder im Alltag? Schreib mir gern deine Gedanken und Fragen unten in die Kommentare. Deine Sicht erweitert auch meinen Blick und kann anderen Lesern helfen, Biodanza noch besser zu verstehen.

Und ich habe noch ein paar Lesetipps zum Thema Biodanza für dich:

» Was ist Biodanza – Ein sanfter Einstieg
» Biodanza: Ursprung und die Grundidee
» Für wen ist Biodanza
» Wie sich die erste Biodanzastunde angefühlt hat

Quelle: https://biodanza.com/biodanza/LITERATUR_files/die7kraeftevonbiodanza.pdf

4 Gedanken zu „Die sieben transformierenden Kräfte von Biodanza“

  1. Florian sagt:

    Die stärkste Kraft ist für mich die Kraft der Gruppe, die in meinem Fall eine ganz besondere ist. Ich mache seit 10 Jahren Biodanza in derselben Gruppe, jede Woche. Nach 7 Jahren Biodanza habe ich meine Frau verlassen, um näher bei meinen Biodanzamenschen zu sein. Ich sehe sie fast jeden Tag.
    Die zweitwichtigste Kraft ist die Berührung. Sie ist heilsam und ernährend. Ich fühle mich vollkommen sicher in dem geschützten Biodanza Raum. Mit meinen Biodanzafreunden lebe ich diese Art der achtsamen Berührung auch „draußen“.

    1. Danke Florian für Deine Worte und Deine Erfahrungen. Auch ich sehe doe Gruppe als etwas ganz Besonderes. Sie gibt uns den Schutz, den wir brauchen, um neue Wege auszuprobieren und wenn wir diese Erfahrung machen, können wir wunderbar all das Erlebte in unser Leben übertragen.

  2. Judith sagt:

    Danke Janet für deine Beschreibung der 7 Kräfte, die ich so aufgelistet noch nie gelesen habe. Ich tanze seit einigen Jahren recht regelmäßig Biodanza und habe alle transformierenden Kräfte erfahren und mehr oder weniger intensiv erlebt. Besonders die Musik, die Zärtlichkeit, die Gruppe und die Affektivität haben mich beim Lesen sehr angesprochen. Zunächst war Biodanza für mich nur Tanzen und Spaß. Schnell konnte ich spüren, wie ganzheitlich mich Biodanza berührt. Ich erlebe mich innerhalb kürzester Zeit in sehr unterschiedlichen Zuständen, gerade noch kraftvoll und zuversichtlich, dann zart und verletzlich, dann getragen von den Menschen der Gruppe, Grenzen wahrnehmend, Grenzen auflösend, mich zunehmend hingebend und meine Schutzteile erleben. Zärtlichkeit mit zunächst fremden Menschen befremdete mich zunächst ein wenig und zunehmend nimmt der Genuß an Kontakt und Berührung immer mehr zu. Biodanza ist Leben und aus meiner Sicht für jedermann eine Reise wert.

    1. Beim Lesen wird spürbar, wie tief du Biodanza nicht nur „verstehst“, sondern lebst. Genau dieses Erleben, vom anfänglichen Tanzen und Spaß hin zu einer ganzheitlichen Berührung auf körperlicher, emotionaler und menschlicher Ebene, macht sichtbar, was Biodanza wirklich ist.

      Besonders berührend finde ich, wie klar du die unterschiedlichen Zustände beschreibst: kraftvoll und zuversichtlich, dann wieder zart, verletzlich, gehalten, in Kontakt mit Grenzen und mit dem Mut, sie auch aufzulösen. Das zeigt, wie lebendig und wahr diese Reise ist. Und dass Zärtlichkeit anfangs fremd sein darf und sich Genuss erst mit der Zeit entfaltet, ist so ehrlich und ermutigend für alle, die noch am Anfang stehen.

      Deine Worte machen deutlich: Biodanza ist kein Konzept, sondern gelebtes Leben. Danke, dass du diese Erfahrung teilst. Sie öffnet Türen für Menschen, die vielleicht gerade erst beginnen zu ahnen, dass da noch mehr Spüren, mehr Verbindung und mehr Lebendigkeit auf sie wartet.

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